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Eingegangen am Freitag, 15. Februar 2019 um 22:18 Uhr, in der Kategorie "Umwelt, Verkehr & Landwirtschaft" und mit der laufenden Nummer 502. Antragsteller ist/sind "Gianluca Butera.

Stell dir vor, es kommt ein Bus...

Der möge beschließen:

Wenn man aus einem ländlichen Raum kommt, dann wird man mindestens einmal in seinem Leben festgestellt haben, dass sich Fahrpläne auf dem Land und in der Stadt deutlich unterscheiden. Fährt in der Stadt mit einem guten Busnetz eine Linie mindestens alle 30 Minuten den gesamten Tag über, kann man froh sein, auf dem Land außerhalb der Ferien und gesetzlicher Feiertage wenigstens zweimal am Tag einen Schulbus zu haben.

Die Jungen Liberalen Niedersachsen treten auch in der Mobilität für Wahlfreiheit ein, gerade jetzt, wo absehbar ist, dass wir eine ökologische Situation haben, welche erzwingt, konkurrenzfähige Angebote zum klassischen MIV zu schaffen.

Hierfür sollten folgende Richtwerte gelten:

In Großstädten sollte es einen dichten und bestausgebauten Nahverkehr geben. Für die Grobverteilung von Fahrgästen existieren S-, U- und Stadtbahnen, für die Feinerschließung Stadt- und Straßenbahnen und Busse. Busse und Straßenbahnen sollten hierbei tagsüber (zwischen 6 und 22 Uhr) mindestens in einem 30-Minuten-Takt verkehren und jede Nacht (zwischen 22 und 6 Uhr) mindestens in einem 60-Minuten-Takt.

Zwischen Großstädten soll ein Regionalbusliniennetz errichtet werden, welches feinerschließend zum Regionalbahnverkehr wirkt. Dieses Regionalbusliniennetz besteht aus Hauptlinien – den sogenannten „PlusBussen“, die beispielsweise heutzutage schon erfolgreich in Sachsen-Anhalt und Brandenburg anzutreffen sind – und aus Nebenlinien. Die PlusBusse verbinden Großstädte auf dem kürzesten Weg miteinander. Sollten beide Städte weiter als 1:15 h Fahrzeit auseinanderliegen, endet die Linie in einer Mittel- oder Kleinstadt, die in dieser Zeit erreichbar ist und von der aus eine andere PlusBus-Linie den restlichen Teil bis zur nächsten Großstadt übernehmen kann. Selbstredend haben PlusBusse an ihren jeweiligen Linienenden einen möglichst guten Anschluss an andere PlusBus- und Bahnlinien zu gewährleisten. Jede Klein- und Mittelstadt soll mit der nächsten Großstadt und den nächsten Klein- und Mittelstädten durch Nebenlinien verbunden werden. Alle Regionalbuslinien sollen tagsüber mindestens stündlich verkehren und mindestens dreimal pro Nacht.

Ergänzend zu den Regionalbuslinien werden alle Bereiche außerhalb des Grundnetzes durch Landbusse an das Grundnetz angeschlossen. Landbusse sollen tagsüber einen 120-Minuten-Takt haben, unter der Woche einmal nachts und an Wochenenden dreimal pro Nacht verkehren. Neben festen Verkehren – dazu zählen Schülerverkehre und wochenendnächtliche „Party-Verkehre“ – sollen diese Linien größtenteils als Rufbusse verkehren, außer wenn der Betrieb der Linie rentabel genug sein sollte, um einen Betrieb außerhalb eines Rufbussystems zu rechtfertigen.

Solch ein revolutionäres ÖPNV-Konzept ist teuer und dementsprechend ist es selbstredend, dass jede Linie des Konzepts regelmäßig auf den Kosten-Nutzen-Faktor überprüft und gegebenenfalls für einen besseren KNF angepasst werden muss. Solch ein System wird aber trotz allem viel kosten und wäre für die Privatwirtschaft allein nicht finanzierungswürdig. So sollte wenigstens das Grundnetz vom Land ausgeschrieben werden, ähnlich wie es derzeit mit Regionalbahnverkehren geschieht, und finanziell gefördert werden, vor allem bei weniger rentablen Linien, die aber für ein dichtes, konkurrenzfähiges Netz unabdingbar sind.
Eine weitere Refinanzierung der Strecken erfolgt über Fahrscheinverkäufe. Hierfür soll ein gemeinsamer Verkehrsverbund für ganz Niedersachsen gegründet werden mit einem einheitlichen Tarifsystem ähnlich dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg.

Sunset: 5 Jahre

Begründung: Erfolgt mündlich

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Achtung: Die Darstellung des gezeigten Antrags erfolgt ohne Zeilennummerierung und als reine Vorschau. Verbindlich ist der Antragstext im offiziellen Antragsbuch zum .


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